Aktuelle Meldungen

Pressemitteilung: Die Alevitische Union Europa heißt Erdogan nicht willkommen!

Der türkische Diktator Recep Tayyip Erdogan kommt am 28.09.2018 und 29.09.2018 nach Deutschland. Seine erste Anlaufstelle ist am 28.09.2018 Berlin, wo er von Herrn Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier mit militärischen Ehren begrüßt wird. Abends findet ein Staatsbankett zu seinen Ehren im Schloss Bellevue statt. Ein Gespräch mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel ist ebenfalls vorgesehen. Einen Tag später, am Samstag, den 29.09.2018 wird er in Köln erwartet.

Als Alevitische Union Europa sagen wir;

Der Diktator Erdogan und die von ihm verfolgte Politik verdienen solch einen herausgehobenen Staatsempfang nicht. 

Die Alevitische Gemeinde Deutschland (AABF) wünscht einen Frohen Aşure-Tag

Am Sonntag, 23.09.2018, endet die diesjährige 12-tägige Fastenzeit „Muharrem“ im Alevitentum. Aus diesem Anlass wünscht die AABF allen Alevitinnen und Aleviten hier in Deutschland und in der Welt einen friedlichen und glücklichen Aşure-Tag!

Bei der Muharrem-Fastenzeit handelt es sich um eine 12-tägige Trauerzeit, in der Alevitinnen und Aleviten der Ermordung Pir Imam Hüseyins und seiner Gefolgschaft bei der Stadt Kerbela im Jahr 680 gedenken.

Wir verurteilen die Ausschreitungen von Chemnitz

Nach einer tödlichen Messerattacke in der Nacht zum Sonntag auf einen 35-Jährigen Deutschen kommt es zu Ausschreitungen in der Stadt in Chemnitz. Tatverdächte des Tötungsdeliktes sind ein Syrer und ein Iraker, die unmittelbar nach der Tat in Untersuchungshaft kamen. Dennoch haben Rechtsradikale zu Demonstrationen aufgerufen, welche schließlich tagelang angedauert haben. Auch für heute haben Rechte Seiten zu Demonstrationen in Chemnitz aufgerufen.

PRESSEMITTEILUNG: Staatsvertrag Rheinland-Pfalz

AABF: „Anerkennung erfordert sachliche und differenzierte Betrachtung. Erst recht in Angelegenheiten, die sich mit Blick auf eine freie und offene Gesellschaft mit der Zukunft der Demokratie dieses Landes befasst.“

Anlässlich der heutigen Kundgabe der rheinland-pfälzischen Landesregierung zur  bevorstehenden Unterzeichnung eines Staatsvertrages zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und der Alevitischen Gemeinde Deutschland erklärt die Alevitische Gemeinde Deutschland e.V. (AABF):

Die Alevitische Gemeinde Deutschland e.V. (AABF) begrüßt die bevorstehende Unterzeichnung des Staatsvertrages mit dem Bundesland Rheinland-Pfalz.

Wir teilen das Leid des griechischen Volkes!

Die verheerenden Waldbrände in Griechenland in der Nähe von Athen haben eine große Zahl von Todesopfern gefordert. Mehr als 70 Menschen sind dem Brand zum Opfer gefallen. Viele Menschen haben nicht nur ihre geliebten Angehörigen verloren, sondern durch den Brand wurde auch ihr Hab und Gut zerstört, viele müssen um ihre Existenz bangen.

Die Alevitische Gemeinde Deutschland hat einen neuen Bundesvorstand

Am 22. und 23. April 2018 haben die Delegierten aus ganz Deutschland in unserer diesjährigen ordentlichen Vollversammlung in Neuss einen neuen Bundesvorstand gewählt. Mit großer Freude stellen wir Euch unseren neuen Bundesvorstand vor, der sich aus bisherigen Vorstandsmitgliedern, von deren langjährigen Erfahrungen wir profitieren werden, und neuen Vorstandsmitgliedern, die für frischen Wind und neuen Auftrieb sorgen werden, zusammensetzt.

Türkei: Aleviten auch ohne Ausnahmezustand benachteiligt

Erdogans Islamisierungskurs gefährdet das sunnitisch-alevitische Verhältnis auch in Deutschland

Trotz der Aufhebung des Ausnahmezustands in der Türkei kann dort nicht mit einer Verbesserung der Menschen- und Minderheitenrechte gerechnet werden, warnt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Nach jahrzehntelangem Krieg gegen die kurdische Bevölkerung inner- und außerhalb des Landes geraten jetzt Angehörige der Religionsgemeinschaft der Aleviten zunehmend unter Druck. Sie befürchten eine „totale Islamisierung“ in der Türkei.

Pressemitteilung: 25. Jahrestag des Sivas Pogroms vom 02.07.1993 – Unvergessen und Ungesühnt

Im Jahre 1993 kamen Hunderte Menschen zu einem Kulturfestival in Sivas zu Ehren des alevitischen Dichters Pir Sultan Abdal zusammen. Gemeinsam wollten sie ihren geschätzten Dichter feiern und sich seiner Werke erfreuen, doch der Tag endete in Trauer und Entsetzen.

Während Kulturbegeisterte und -schaffende im Madımak-Hotel, vorwiegend alevitischen Glaubens, feierten, versammelte sich vor dem Hotel eine religiös und nationalistisch aufgewiegelte Menge. Bewaffnet mit Brandsätzen griffen sie das Hotel an, dessen Holzkonstruktion in Minutenschnelle in Flammen aufging. 33 Besucher des Kulturfestivals starben ebenso wie zwei Hotelangestellte und zwei Täter. Zahlreiche Menschen trugen schwere Verletzungen davon. Sie konnten sich nicht aus dem brennenden Gebäude retten, weil ein wütender Mob ihnen den Weg versperrte. Obwohl Polizei, Militär und Feuerwehr alarmiert waren, griffen sie erst Stunden später ein. Die Ereignisse wurden über Stunden live im Staatsfernsehen übertragen.

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